Der kleine Bruder: ein Feldsteinwall für das Beet hinterm Haus
Wer einmal einen Friesenwall gebaut hat, sieht überall Stellen, an die auch einer passen würde. Bei mir war es das Beet hinter dem Haus, unter dem Ahorn. Es hatte eine Kante aus Pflastersteinen, die irgendwann einmal gerade gewesen sein muss, und einen Rasen, der sich jedes Jahr ein bisschen weiter ins Beet vorgearbeitet hat.


Der Plan
Kein großer Friesenwall diesmal, sondern sein kleiner Bruder: ein niedriger Wall aus Feldsteinen als Beetkante, davor eine saubere Kante aus Pflastersteinen zum Rasen. Und weil der Rasen sich ohnehin schon so gut im Beet auskannte, musste er weichen.
Eine Schalungskiste brauchte ich diesmal nicht. Für so einen niedrigen Wall reicht es, die Steine gegen die aufgeschüttete Erde zu lehnen. Die OSB-Platten durften also in Rente bleiben. Sie hatten es sich verdient.
Tag 2: Erde rein, Rasen raus
Erst kam der Rasen aus dem Beet, dann frischer Mutterboden hinein. Das Beet ist danach deutlich höher als vorher, was ihm gut steht und was die Steine später brauchen.

Steine setzen, Teil 2
Dann die Steine. Die großen unten, die kleineren oben, alle leicht zur Erde geneigt. An der Beetseite schließt eine Reihe roter Kantensteine ab, damit die Erde nicht in die Fugen rieselt.


Tag 9: die Kante
Eine Woche später kam die neue Kante zum Rasen. Unter die Steine habe ich ein Vlies gelegt, damit das Unkraut nicht von unten durch den Wall wächst. Davor kommt eine Reihe Pflastersteine, mit dem Gummihammer ausgerichtet.

Der praktische Nebeneffekt der Pflasterkante: Der Rasenmäher fährt mit einem Rad auf den Steinen, und das Kantenschneiden entfällt. Das ist die Art Gartenarbeit, die ich mag, nämlich die, die man nicht machen muss.

Und wo ich schon mal dabei war …
Wenn man einmal Pflastersteine und Gummihammer in der Hand hat, hört man nicht so schnell wieder auf. Am selben Tag hat auch das lange Gemüsebeet am Rasen seine Granitkante bekommen. Mähen ohne Nacharbeit, auch hier.

Ein halbes Jahr später
Im Mai 2026 hat das Beet seinen Platz gefunden. Der Wall ist kaum noch als Neubau zu erkennen, die Steine haben ihr Moos wieder, und der Rasen weiß jetzt genau, wo er aufzuhören hat.

Der Rasen hat sich seitdem übrigens keinen Zentimeter weiter vorgewagt. Ich vermute, er wartet auf seine Chance. Ich warte mit dem Gummihammer.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen