Findlinge, Erde und ein paar Kräuter: das Beet vor dem Erker
Eine Woche nach den Gewächshäusern war ich offenbar noch nicht ausgelastet. Also ging es an das Beet vor dem Erker, direkt neben der Terrasse.
17. März: Erde rein
Die Einfassung bilden große Findlinge. Nicht die handlichen Feldsteine vom Friesenwall, sondern die Sorte, bei der man vorher kurz überlegt, ob man den Rücken wirklich noch braucht. Dahinter liegt ein Streifen aus kleineren Steinen, davor der Rasen.
In die Mitte kam frische, dunkle Erde. Viel dunkle Erde.

19. März: Pflanzen rein
Zwei Tage später wurde bepflanzt. Rosmarin, Salbei, ein paar kleinere Kräuter mit Etiketten, damit ich mir die Namen nicht merken muss, dazu ein Lorbeer. Überragt wird das Ganze vom Fächerahorn, der um diese Jahreszeit noch aussieht wie ein sehr ordentlich frisiertes Reisigbündel. Spätestens im Mai ist er wieder ein Baum.

Warum Kräuter am Erker?
Ganz einfach: Wer kocht, will nicht erst durch den halben Garten laufen, um einen Zweig Rosmarin zu holen. Vom Erker sind es drei Schritte. Bei Regen zwei, weil man rennt.
Und die Findlinge haben einen netten Nebeneffekt: Sie speichern tagsüber Sonnenwärme. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Salbei mögen das. Die kommen schließlich aus Gegenden, in denen es deutlich weniger regnet als bei uns in Norddeutschland.
Viereinhalb Jahre später
So sieht das Beet heute aus, im Oktober 2026:

Der Lorbeer hat nicht nur überlebt, er hat beschlossen, das Haus zu überholen. Der Fächerahorn ist vom Reisigbündel zum Sonnenschirm geworden. Und die Kräuter? Die haben sich die Freiheit genommen, die man Kräutern eben lässt, wenn man vier Jahre lang anderes zu tun hat. Rosmarin und Lavendel sind verholzt, dazwischen hat sich eingenistet, wer gerade vorbeikam.
Nächstes Frühjahr wird hier gründlich aufgeräumt und neu gemacht. Davon wird es dann natürlich auch einen Beitrag geben. Mit Vorher-Foto. Das hier ist es.
Ein kleines, schnelles Projekt, ganz ohne Schalungskiste, Spannverschlüsse oder Wäschespinnen im Weg. Das gab es auch mal.




